Interview

„Mobilität ist ein ganz entscheidendes Thema für uns“

9. Januar 2017 – Mobilfunktechnologie, Internet- und Multimediakommunikation sowie Telekommunikation sind die zentralen Kerngeschäfte des schwedischen Konzerns Ericsson. Doch die deutsche Ericsson GmbH ist auch Mitglied der Plattform „Mobilität und Digitale Netze“ des Nationalen IT-Gipfels, ihr Geschäftsführer Stefan Koetz ist Jurymitglied des Deutschen Mobilitätspreises – das Unternehmen scheint das Thema Mobilität also längst auf ihrer Agenda zu haben. Wir haben nachgefragt, wie das eigentlich zusammenpasst.

Stefan Koetz. Foto: Ericsson GmbH

Herr Koetz, was sind aktuelle Forschungsfelder, in denen Ihr Unternehmen momentan aktiv ist?
Wir entwickeln im Moment die fünfte Mobilfunk-Generation. Wir sprechen hier in Deutschland viel über die Industrie 4.0, das Internet der Dinge und wir werden eine komplett neue sogenannte „Technologie der Echtzeit“ entwickeln. Die heutigen Anwendungsfälle erfordern eine ganz andere Reaktionszeit, insbesondere, wenn es um autonomes Fahren geht – und genau in diesen Feldern ist Ericsson zurzeit sehr aktiv. Wir möchten Europa weiterhin stärken, indem wir auch Ingenieurthemen adressieren und indem wir weiterhin die zukünftigen Technologien hier in Europa entwickeln. Dadurch tragen wir dazu bei, dass Mobilität in Deutschland auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt.

Warum engagiert sich Ericsson für den Deutschen Mobilitätspreis?
Mobilität ist ein ganz entscheidendes Thema für uns. In der Vergangenheit haben wir unsere Kunden mit normaler Mobilfunktechnologie bedient. Wir glauben heute aber, dass wir ganz neue Geschäftsfelder mit neuen Geschäftsmodellen entwickeln müssen. Und Mobilität spielt dabei natürlich eine ganz große Rolle. Und wir wollen – auch mit unserer zukünftigen Technologie 5G – einen Beitrag zur vernetzten Gesellschaft, zum autonomen Fahren und weiteren Entwicklungen leisten.

Ericsson ist kein deutsches Unternehmen. Wie wichtig ist es da, länderspezifische Mobilitätslösungen zu entwickeln?
Wir suchen uns natürlich immer entsprechende Märkte, von denen wir glauben, dort mit unserer Technologie erste Erfolge erzielen zu können. Mit Blick auf die E-Mobility und innovative Mobilitätskonzepte ist Deutschland zum Beispiel schon aufgrund seiner starken Automobilindustrie eines der wichtigsten Länder, wenn es um Mobilität geht, und daher ein interessanter Standort für den Markteinstieg.

Wie werden wir in 10 Jahren von A nach B kommen?

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